Wenn aus Tätern Opfer werden

Ein Artikel sollte informieren, analysieren und vielleicht auch eine Meinung vertreten. Wichtig dabei ist es, sich auf das Thema zu fokussieren und eine nachvollziehbare Berichterstattung zu schaffen, welche den/die LeserIn weiterbringt. Wichtig ist dabei auch, niemanden zu verletzen und alle Betroffenen mit Respekt zu behandeln.

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Sprachlos. Mal wieder.

Was ist nun genau passiert auf taz.lab vor anderthalb Wochen? Die Darstellungen der Beteiligten sind zum Teil so unterschiedlich, dass es schwer fällt, sich ein klares Bild davon zu machen, wenn man nicht dabei gewesen ist. Oder doch nicht?

Ich überlasse das Wort den Menschen, die dabei gewesen sind, wie dieser Kommentator (die Kommentarfunktion auf taz.de erfüllt ausnahmsweise mal ihren Zweck): Weiterlesen

Wir sind nicht allein

Wir sind glücklicherweise nicht die einzigen, die sich über die sich häufenden menschenfeindlichen Ausfälle in der taz aufregen. Neuester Tiefpunkt ist eine frauenfeindliche Kolumne, wo sich der Autor in wunderschön sexistischer Manier darüber beschwert, dass alte Männer ja so furchtbar diskriminiert werden.

Auseinandergenommen wird der eklige Blödsinn hier von felis und hier durch Anatol Stefanowitsch vom Sprachlog. Absolut lesenswert.

Der Hinweis, dass die taz hier mal wieder ihre eigenen Standards und Ansprüche mit Füßen tritt, ist ja leider fast schon überflüssig.

Das chauvinistische Manifest

Feindbild gefällig? Lust, deinem Sozialneid und deinen chauvinistischen Vorurteilen aus dem vorletzen Jahrhundert einen emanzipatorischen Anstrich zu geben? Spielst du gerne ein verfolgtes unschuldiges Opfer der Mainstream-Zensur und möchtest gleichzeitig ohne zu viel Mühe zum Held werden? Willkommen bei der taz!

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Vorauseilender Gehorsam

In Artikel 12 des Pressekodexes steht:

Diskriminierungen
Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.

Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

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Schuld und Sühne

Das Ausmaß der Menschenverachtung und des Hasses, die bereits seit Jahren als  ständige Begleiter der taz.de-Artikel in ihren Kommentarspalten immer neue Menschen traumatisieren, lässt sich kaum begreifen, geschweige denn einschätzen oder beschreiben. Keine Zeitungsredaktion, die vom Begriff der Menschenwürde noch etwas hält, hätte so etwas tolerieren dürfen. Eine einfache Bitte um Entschuldigung reicht da nicht aus. Sie könnte aber ein erster Schritt auf dem Weg zurück zum Vertrauen der taz-Lesenden werden.  Weiterlesen

Immer diese Studien

„Immer mehr Studierende geben auf“, lautet die alarmierende Überschrift eines jüngst erschienen taz-Artikels, der sich auf eine neue Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) zu den Abbruchquoten von Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen beruft.

Immer mehr? Das hieße, dass erstens die Zahl der Studienabbrecher_innen ansteigt („mehr“) und dass zweitens die Zuwachsrate selbst ansteigt („immer mehr“). Eine sich beschleunigende Entwicklung also. Weiterlesen