Unter der Gürtellinie

Dass man eine solche Umfrage ausgerechnet am 1. April veröffentlicht, erschien schon verdächtig: Ein Witz vielleicht? Wenn, dann ein verdammt schlechter. Da ruft ein männlicher taz-Autor die Leser tatsächlich dazu auf, ihre Meinung zum weiblichen Haarwuchs im Intimbereich kundzutun.

Weiterlesen

Verwirrung hoch drei

Eine Zeitung ist immer auch eine Dienstleistung. Sie bekommt Geld und dafür informiert sie über Dinge, die wichtig sind. Sie bietet dazu Hintergründe, Recherchen, Interviews und vieles mehr und nimmt einem damit die Arbeit ab, selbst Informationen aufzuarbeiten.

Dazu gehört auch das Thema der Bahnreform, die 1994 aus den ehemaligen Staatsbahnen eine Aktiengesellschaft machte. Ein Thema, das durchaus interessant ist und zu dem man sicher auch unterschiedliche Positionen haben kann. Weiterlesen

Demnächst auch für Punks und Rumänen

Natürlich kann man sich mal verschreiben. Gerade in einer Tageszeitung ist es schwer keine Fehler zu machen. Trotzdem gibt es einige, die peinlicher sind als andere. So sollte man nicht Rumänien mit Roma verwechseln, ist das eine doch eine Nation, das andere der Begriff für eine weit verbreitete Bevölkerungsgruppe.

roma und bulgaren

Wie gut, dass es gleich jemandem in der taz aufgefallen ist und der Fehler nicht mehr in der Printausgabe aufgetaucht ist.

Bleibt nur die Frage, wieso der Artikel dann auch noch am nächsten Tag mit dem peinlichen Fehler im Netz zu finden ist. Sind die dortigen LeserInnen so unwichtig?

Auf jeden Fall kein Qualitätsmerkmal und damit ein verstoß gegen die eigenen Regeln.

Sechs, setzen!

Ein Artikel soll informieren, zum Denken anregen und eventuell sogar eine eigene Meinung widerspiegeln.

Auch eine Rezension sollte so aufgebaut sein. Leider schafft es die Rezension des Filmes “Alphabet“ zwar ein wenig, die Lesenden über den Film zu informieren, aber die Arbeitsweise des Autors steht der Kritik am Film in nichts nach, wobei der Autor dabei auch noch Klischees bedient, die eigentlich nichts in der taz verloren haben: Weiterlesen

Zu viel Platz in der Taz

Wie die taz selbst mal festgestellt hat, können leider nicht alle interessanten Nachrichten innerhalb einer Zeitung abgedruckt werden. Denn die Redakteure müssen jedes Mal intensiv darüber nachdenken, welches Thema so relevant ist oder welcher Artikel so gut recherchiert und geschrieben wurde, dass für ihn ein paar Zeilen in der taz genutzt werden dürfen.

Weiterlesen

Sprachlos. Mal wieder.

Was ist nun genau passiert auf taz.lab vor anderthalb Wochen? Die Darstellungen der Beteiligten sind zum Teil so unterschiedlich, dass es schwer fällt, sich ein klares Bild davon zu machen, wenn man nicht dabei gewesen ist. Oder doch nicht?

Ich überlasse das Wort den Menschen, die dabei gewesen sind, wie dieser Kommentator (die Kommentarfunktion auf taz.de erfüllt ausnahmsweise mal ihren Zweck): Weiterlesen

Das chauvinistische Manifest

Feindbild gefällig? Lust, deinem Sozialneid und deinen chauvinistischen Vorurteilen aus dem vorletzen Jahrhundert einen emanzipatorischen Anstrich zu geben? Spielst du gerne ein verfolgtes unschuldiges Opfer der Mainstream-Zensur und möchtest gleichzeitig ohne zu viel Mühe zum Held werden? Willkommen bei der taz!

Weiterlesen

Vorauseilender Gehorsam

In Artikel 12 des Pressekodexes steht:

Diskriminierungen
Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.

Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Weiterlesen