Unter der Gürtellinie

Dass man eine solche Umfrage ausgerechnet am 1. April veröffentlicht, erschien schon verdächtig: Ein Witz vielleicht? Wenn, dann ein verdammt schlechter. Da ruft ein männlicher taz-Autor die Leser tatsächlich dazu auf, ihre Meinung zum weiblichen Haarwuchs im Intimbereich kundzutun.

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Schuld und Sühne

Das Ausmaß der Menschenverachtung und des Hasses, die bereits seit Jahren als  ständige Begleiter der taz.de-Artikel in ihren Kommentarspalten immer neue Menschen traumatisieren, lässt sich kaum begreifen, geschweige denn einschätzen oder beschreiben. Keine Zeitungsredaktion, die vom Begriff der Menschenwürde noch etwas hält, hätte so etwas tolerieren dürfen. Eine einfache Bitte um Entschuldigung reicht da nicht aus. Sie könnte aber ein erster Schritt auf dem Weg zurück zum Vertrauen der taz-Lesenden werden.  Weiterlesen

Vulgärpsychologie für Hobby-Sozialchauvinisten

Es gibt Themen, da wollen offenbar einfach alle ihren Senf dazu geben. Weil einfach nahezu jeder und jede behauptet, Bescheid zu wissen. Meine Beobachtung dazu ist, je schwächer die vom konkreten Problem betroffene Gruppe, umso mehr nicht betroffene Leute, die es selbstverständlich besser wissen. Unter “schwächer” meine ich nicht etwa körperliche oder intellektuelle Schwäche, sondern den (in diesem Fall geringen) Besitz von Ressourcen oder Kapital aller Art, wie Geld, anerkannte Bildungstitel oder Prestige – also die Fähigkeit, sich in der Gesellschaft durchzusetzen.

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Satire darf alles

Satire wird in der taz schon immer ein besonderer Stellenwert eingeräumt. So gibt es sowohl immer wieder satirische Beiträge überall in der Zeitung, als auch zwei Stellen, wo man immer Satire finden kann. Zum einen ist dies die “letzte Seite”, welche unter dem Titel “Wahrheit” firmiert, zum anderen ist dies “verboten”, eine kleine Spalte auf der ersten Seite, welche früher mal “Tagesschau” hieß, diesen Namen aber wegen der gleichnamigen Nachrichten nicht weiterverwenden durfte.
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Hetzikette

Wie jede Zeitung mit einer Kommentarmöglichkeit hat die taz auch eine Netiquette, in der sie darstellt, welche Kommentare  erwünscht sind und welche nicht. Wörtlich heißt es:

Liebe NutzerInnen,

wir möchten so viele Beiträge wie möglich freischalten, darum bitten wir Sie, unsere Netiquette einzuhalten.

Wir akzeptieren keine
• Beleidigungen – weder von NutzerInnen, Personen des öffentlichen Interesses noch von Gruppen
• Rassismus, Chauvinismus, Populismus, Sexismus
• Waffen- und Gewaltverherrlichung
• Aufruf zu Straftaten
• Veröffentlichung privater Daten anderer Personen
• Werbung und maschinell erzeugte Beiträge

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Politik der Körperteile

Und wieder mal ein aufregendes Wochenende mit taz.de! Ein unverwechselbar authentisches, dynamisches Lebensgefühl ergreift mich gleich beim Morgenkaffee nach dem gewöhnlichen Aufklappen des Laptops, als mir eine freundliche Welle von weltbewegend relevanten Informationen entgegenströmt, verlockend dunkelrot umrandet durch das einzig wahre Nachrichtenportal. Alles, was ein anständiger Mensch unbedingt zu wissen braucht. Weiterlesen

Schlagabtausch

Alle, die taz.de nutzen, kennen vermutlich die Option, unter den Artikeln einen Kommentar zu setzen. An sich sicher eine Option, die spanende Diskussionen oder auch sinnvolle Ergänzugen erlaubt.

Wenn man sich die Kommentare unter der Artikeln allerdings oft anschaut, scheinen sie eher dafür da zu sein, gegen Minderheiten zu hetzen. Zum Beispiel die Kommentare unter dem Artikel “Wie ein Jackpot für Mariam”. Weiterlesen