Immer diese Studien

„Immer mehr Studierende geben auf“, lautet die alarmierende Überschrift eines jüngst erschienen taz-Artikels, der sich auf eine neue Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) zu den Abbruchquoten von Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen beruft.

Immer mehr? Das hieße, dass erstens die Zahl der Studienabbrecher_innen ansteigt („mehr“) und dass zweitens die Zuwachsrate selbst ansteigt („immer mehr“). Eine sich beschleunigende Entwicklung also. Weiterlesen

Vulgärpsychologie für Hobby-Sozialchauvinisten

Es gibt Themen, da wollen offenbar einfach alle ihren Senf dazu geben. Weil einfach nahezu jeder und jede behauptet, Bescheid zu wissen. Meine Beobachtung dazu ist, je schwächer die vom konkreten Problem betroffene Gruppe, umso mehr nicht betroffene Leute, die es selbstverständlich besser wissen. Unter “schwächer” meine ich nicht etwa körperliche oder intellektuelle Schwäche, sondern den (in diesem Fall geringen) Besitz von Ressourcen oder Kapital aller Art, wie Geld, anerkannte Bildungstitel oder Prestige – also die Fähigkeit, sich in der Gesellschaft durchzusetzen.

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Im Namen der Armen

Es gibt in der taz immer wieder Diskussionen mit pro/kontra-Argumenten. Natürlich, denn für eine gute Zeitung gehört es sich auch, konträre Meinungen sachkundig darzustellen.

So findet sich auf der Seite 13 vom Freitag, den 11. Mai 2012, eine solche Diskussion unter dem Titel: “Brauchen wir Studiengebühren?”
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